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Wo Ideen geboren werden

Veröffentlicht: 3. April 2015 in Allgemein
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Heute ist es wieder passiert. Ich lese ein Wort und zack, da ist die Idee. Heute war es das Wort: Hausärztin.

Ich muss vorwegschicken, dass ich zeit meines Lebens unheimlich viel gelesen habe, ohne zu übertreiben, es waren mehr als zweitausend Bücher. Inzwischen habe ich auch  ein paar Bücher geschrieben, allerdings nicht im BDSM Bereich. Ich habe im Vorfeld lange darüber nachgedacht, ob ich es überhaupt tun soll. Es gibt inzwischen so viele Bücher zu dem Thema und den einzelnen Spielarten, dass ich es zuerst verworfen habe. Aber, und das hat meine Ansicht wesentlich verändert, es gibt auch so viele schlechte Bücher, dass sich mir als Bücherfetischist die Nackenhaare aufstellen.

Es gibt sicher viele, ob Mann oder Frau, die einfach nur den schnellen Kick in zehn Seiten suchen, das ist sicher völlig normal. Nur wenn ich mir da die eine oder andere Geschichte durchlese und die strotzt nur so vor Fehlern, völlig falschen Worten und unlogischen Sätzen, dann bekomme ich nicht mal ne Gänsehaut, geschweige denn Lust oder mehr. Ein schönes Beispiel ist in einer Geschichte neulich dabei gewesen, da wollte die Autorin ihre Protagonistin schreien lassen, leider hat sie aber nur »Geschrieben« statt geschrien. Die lieben freudschen Versprecher.

Nun ich wollte ja nicht über negative Dinge schreiben, sonder darüber, wie ich zu meinen Geschichten komme. Aktuell ist ja erst ein Buch von mir veröffentlicht, zwei liegen derzeit bei meinem Lektor auf dem Tisch und »Die Hausärztin« ist schon in meinem Kopf gewachsen. Dummerweise habe ich die besten Einfälle, wenn ich abends zu Bett gehen und gerade so kurz vor dem Einschlafen bin. Und dann muss ich mich sofort hinsetzen und losschreiben. Auch das war schon so, als ich noch Kind war. Da musste mir mein Vater damals eine weiße Tafel neben das Bett hängen, wo ich auch mit geschlossenen Augen kurz das Wichtigste notieren konnte. Heute ist es ein A3 Blatt. Witzig dabei ist, dass mein Vater die Tür zu seinem Atelier für solche Gedankenschnipsel hatte. Die hat er in den zwanzig Jahren drei Mal auswechseln müssen, weil sie vollgekritzelt war. So viel dazu, wie ich meine Geschichten finde. Wie gesagt, es ist oft nur ein einziges Wort, dass meine Kreativität entfacht.

Wenn es ein Wort aus dem BDSM-Kontext ist, dann spiele ich oft die Szene mit meinem Sklaven durch, nicht alle aber einige schon. Und dann sehe ich, wie realistisch ein Spiel oder eine Strafe ist. Wahrscheinlich werden jetzt einige von euch denken: »Ist doch egal, ob das praktisch funktioniert oder nicht, Hauptsache es ist hart und versaut.« Hand aufs Herz. Wer von euch hat so gedacht? Ist ja auch nicht verkehrt, auch ein kurzer Porno kann geil sein. Und die Männer und Sklaven unter euch kennen die Diskussion über die Länge ja zur Genüge. Nein ich habe da halt einen anderen Anspruch, ich will kein Bestsellerautor werden, so naiv bin ich nicht, aber ich denke, es sollte einfach authentisch und hart sein. Oder?
Eure Meinung dazu würde mich interessieren. Würde mich freuen, denn für euch möchte ich das ja auch schreiben.

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