Über Lady T

Wenn man der Statistik Glauben schenkt, werden Frauen in Deutschland über 90 Jahre alt und so werde ich SM noch zweidrittel meines Lebens genießen können.
Wie das irgendwann mit über 80 Jahren aussieht, kann ich mir jetzt noch nicht vorstellen, aber ich glaube, auch dann wird sich eine Möglichkeit finden. Schließlich hat SM sehr viel mit Lust zu tun und ich hoffe, die wird mir nie vergehen.

Bevor ich meinen Sklaven kennenlernte, der inzwischen mein Ehemann ist, habe ich völlig normale Beziehungen gelebt. Sagen wir, die meisten würden es als normal bezeichnen. Und ich bin durchaus nicht unglücklich dabei gewesen. Auch hatte ich nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlte. Heute könnte ich mir allerdings so ein Leben nicht mehr vorstellen.

Da ich, als ich meinen Sklaven dann traf, überzeugter Single war, musste ein potentieller Partner in meinem Leben besonders hohen Anforderungen gerecht werden. Und wie man das als Frau so macht, hakt man seine Checkliste ab. Diesen Test bestand er durchaus bravourös, was mich misstrauisch werden ließ. Und auch die schonungslose Präsentation meiner Ecken und Kanten schreckte ihn nicht ab.
Als krönenden Abschluss wollte ich ihn dann noch mit meiner SM-Neigung, die bis dahin nur in meiner Fantasie existierte, schocken. Zu dem Zeitpunkt ahnte keiner von uns, dass genau das unser beider Leben völlig verändern würde. Außerdem wollte ich damit gleich klarstellen, wer in unserer zukünftigen Beziehung die Hosen anhaben wird.

Wie hoch wird wohl die Chance sein, dass man genau in dieser Minute seinen passenden Partner findet?

Zum Glück stand er dem Thema offener gegenüber, als ich es geglaubt hätte.
Die ersten Nächte in einer Liebesbeziehung, die andere frischverliebte Pärchen mit Sex verbringen, haben wir mit Recherchen im Internet und den ersten Quälereien verbracht.
Ich war erstaunt, was selbst ein schlechtsortierter Männer-Singlehaushalt an Gegenständen hergibt, die ich umfunktionieren konnte, um ihn lustvoll leiden zu lassen. Lediglich vernünftige Seile, um ihn zu fesseln, mussten wir noch im Baumarkt besorgen.

Für unsere erste Session ließ ich ihn die Bücher in seinem Regal alphabetisch sortieren. Da es mir noch an diversen Schlagwerkzeugen fehlte, musste ein simpler Kochlöffel herhalten. Bei meiner Erinnerung daran sehe ich immer noch sein rotes Hinterteil vor mir, und wie er glücklich lächelte, als er sich vor dem Spiegel verrenkte, um die Spuren auch sehen zu können.

Für uns stand früh fest, dass wir für unsere Leidenschaft nicht andere Pärchen oder die Öffentlichkeit bei Partys brauchen. Hin und wieder haben wir uns ein Wochenende in einem Mietstudio gegönnt, was unsere Fantasien enorm beflügelten. Inzwischen haben wir uns eine umfangreiche Sammlung an Equipment zugelegt und sind in der glücklichen Lage, ein eigenes Spielzimmer zu haben. Mein Sklave hat mir auch dadurch seine Ergebenheit gezeigt, indem er alle Möbel selbst gebaut hat.

Nur mit ihm ist es mir möglich, sowohl meine dominanten als auch sadistischen Neigungen zu leben. Unsere Liebe ist stark genug, zu wissen, was Spiel und was Alltag ist. Ein erfülltes Leben mit Würze.
In unserer Beziehung ist Vertrauen der wichtigste Baustein, weil es um echte Hingabe geht. Und mein Sklave kann sich fallen lassen, weil er weiß, dass ich seine Tabus respektiere und niemals etwas gegen seinen Willen tun werde. Dafür muss man seine eigenen Grenzen und die seines Partners genau kennen und respektieren. Nur so war es uns möglich, sie Stück um Stück gemeinsam zu verschieben. Auch wenn unsere Spiele oft auch Erniedrigungen enthalten, so würde ich nie seine Würde verletzen.

 Für mich ist SM keine Sex-Spielart, sondern ein Lebensstil.

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Kommentare
  1. Rolf sagt:

    Ihre „Über mich“-Seite ist sehr toll. Auch das andere alles hier ist sehr interessant. Sie scheinen eine ganz besonders außergewöhnliche Herrin zu sein. Ich freue mich darauf mehr von Ihnen zu lesen. Die besten Wünsche für Sie mit Ihrem Sklaven für die Zukunft.

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  2. Paul sagt:

    Sie haben ein ganz tolles Blog. Es ist sehr interessant zu lesen. Ich freue mich schon auf die nächsten Beiträge von Ihnen. Darf ich noch eine Frage stellen. Sind Sie das auf dem Gravatarbild? Ihr Paul

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  3. Florian sagt:

    Ich heiss Florian und bin 25 Jahre alt und ich glaub devot und masochistisch. Seit ich denken kann habe ich solche Fantasien aber ich konnt es noch nie in echt erlebn. Ich weiß auch nicht wie ich eine Herrin finden kann ich kann da nicht drüber reden. Auch weis ich nicht gibt es üperhaupt Frauen die meine Fantasien teilen? Was wünscht sich denn eine dominante Frau in echt? Wie sollte ein Sklave aus der Sicht einer Herrin sein?
    Ich wollt mich nur vorstellen und wenn Sie mal ein Artikel über diese Thema schreiben würden fänd ich das toll.

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  4. klauszuhaus sagt:

    Verehrte Herrin. Ich möchte Euch meine meine Bewunderung ausdrücken. Ich habe vor ein paar Wochen Euere beiden ersten Bücher gelesen und gestern bei Amazon Euer neuestes gefunden. Natürlich habe ich es sofort gekauft und sofort gelesen. Es ist das beste Euerer Bücher. Danke dass Ihr uns Leser auf Euerem Blog an Eueren Gedanken teilhaben lasst. Habt Ihr vor hier auch Bilder von Euch zu zeigen? Unterwürfige Grüße sendet Euch Nichtsnutz Klaus.

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  5. Roger sagt:

    Hallo Herrin
    einfach nur göttlich Ihreseite
    Fusskuss roger

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  6. Lady Christine sagt:

    Ich bin selbst praktizierende SMerin und begeisterte Leserin eures Blogs. Erkenne mich in vielem, was du beschreibst wieder, was es für mich umso interessanter macht, eure Erlebnisse zu begleiten. Weiter so!

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  7. herrinviola sagt:

    Einfach Klasse, besonders das mit dem Büchersortieren!

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  8. sylviats01 sagt:

    Guten Tag verehrte Lady T ,

    Was Sie so schreiben ,hat Hand und Fuß .Meine BBW Herrin hat fast die gleiche Einstellung.Bei Ihr und mir ist es auch eine Lebenseinstellung .Bei meiner BBW Herrin hat auch sie die Hosen an,ohne wenn und aber.BDSM ist ihr Leben und wir haben uns nur durch reinen Zufall getroffen.Vielmehr sie hatte mich angeschrieben.Meine BBW Herrin und ich hatten sehr lange tiefgründige Gespräche ,die uns zum Entschluß kommen ließen,das ich ,ihre heutige transsewxuelle Sklavin geworden bin.Ich muß bei meiner BBW Herrin keine Bücher sortieren,sondern ihre ganze Kleidung und Unterwäsche,Nachtwäsche und Schuhe,Stiefel in Ordnung zu halten habe,sowie zu waschen habe. Sowie den ganzen Haushalt. Meine BBW Herrin kontroliert mein ganzes Leben,sowie meinen Körper.Da könnte ich Ihnen so einiges schreiben wie mein BDSM Altagsleben aussehen tut.Wenn ich da so Andere seh,die der Meinung sind BDSM zu Leben,muß meine BBW Herrin und ich,nur laut lachen.Das hat mir den Anschein,das bei den Anderen nur Spielereien sind,die das nur ab und zu brauchen.Das ich für meine BBW Herrin und mich kein BDSM ist.Aber jeder hat da so seine eigenen Vorstellungen.

    Mit unterwürfigen Grüßen

    Sklavin Sylvia

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